Soziale Stadt


Chancen in der Seniorenarbeit genutzt?

Bemerkungen zu den Kölner "Seniorennetzwerken", die keine Netzwerke sind, zu Seniorengenossenschaften, die vieles bewirken könnten, und zu anderen Aspekten Kölner Seniorenaktivitäten

Es begann mit einem Bericht über die Seniorengenossenschaft Riedlingen, die seit Jahrzehnten erfolgreich arbeitet. Das Besondere: man kann Leistungen einbringen, die erst später vergütet werden - neben preiswerter Hilfe, die man direkt bezahlt, über die Genossenschaft organisiert. Ob es so etwas auch in Köln gibt, fragte ich mich.

Eine Recherche bei Google lieferte nichts Brauchbares, also schaute ich im „Seniorennetzwerk“ der Stadt Köln nach: Fehlanzeige. Im wesentlichen ist es eine Webseite, in der Informationen zur Verfügung gestellt werden. Alle Bereiche, die abgedeckt werden könnten, sind aufgeführt. Nur dass dort zum Teil keine Informationen sind, so zum Beispiel für Bayenthal: kein einziger Eintrag, und für die Neustadt Süd bekommt man Ende 2012 noch eine Ankündigung, nett gemacht, für eine Veranstaltung aus dem Jahre 2010.

  • Ein "Netzwerk" hat viele Knoten: Viele Akteure, die miteinander kommunizieren, sich also wechselseitig anregen, fördern, unterstützen. Dazu müssen sie alle sich "einbringen", also auf dieser Website aktiv werden können - das ist aber gar nicht vorgesehen.
  • Ein Netzwerk ist offen. Es gibt keine Zentrale, bei der alle Informationen zusammenlaufen und von der aus die Informationen weitergegeben werden: das ist gerade kein Netzwerk, sondern die klassische zentralisierte, in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzte, "bürokratische" Organisations- und Kommunikationsstruktur. 

Das ist also kein "Netzwerk", das sich hier präsentiert, auch kein "Netzwerk der Netzwerke" der Stadtteile.

Hier wird eine Modebegriff verwendet um etwas zu legitimieren: noch eine (weitere?) Stelle, sei es in der Verwaltung oder in einem der Sozialverbände. Nichts gegen die Seniorenarbeit der Stadt Köln oder der Seniorenverbände: nur mit einer Website, die kein bisschen interaktiv ist, schafft man kein "Netzwerk der und für die Senioren". Das Potenzial eines Netzwerkes wird gerade nicht aktiviert!

So ist das Programm der Stadt Köln, zusammen mit den Sozialverbänden "Netzwerke" einzurichten, wohl eher der Versuch, sich den Anschein einer modernen, flexibleren, offeneren – viele einbeziehenden – Kommunikation- und Aktionsstruktur geben. "Vernetzt" und "Netzwerk" als politische Modewörter? Das Wort "vernetzt" bzw. "Netzwerk" findet sich 15 mal im "Leitbild Köln 2020".

Seniorenzeitschrift "KölnerLeben"

Die Stadt Köln unterhält eine eigene Redaktion für eine Seniorenzeitschrift, die alle 2 Monate erscheint und kostenlos verteilt wird. Auch ein Internetangebot gibt es. Der Inhalt: dürftig, vielfältige andere bereits vorhandene Informationsmöglichkeiten bieten Aktuelleres und Besseres. – Ein typisches Beispiel für „Wir tun etwas für die Senioren“, aber ohne klare Ziel- und insbesondere Wirkungsperspektive:

  • Wen wollen wir erreichen, warum gerade diesen Personenkreis? 
  • Welche Informationen sind für diesen Personenkreis besonders wichtig und stehen ihm sonst nicht zur Verfügung? 
  • Erreichen wir unsere Ziele? Wie überprüfen wir die Zielerreichung?
    (Informieren sich die Adressaten damit, ist es für sie ein nützliches zusätzliches Informationsangebot, das eine besondere Funktion erfüllt, so dass sich der Aufwand auch lohnt?)

Ein typisches Beispiel für klassisches Verwaltungshandeln, das gerade nicht wirkungsorientiert ist und deshalb kaum den Aufwand rechtfertigen kann, der damit entsteht.

Die Seniorenzeitschrift heißt "KölnerLeben": leben nur Senioren in Köln? Sie erscheint alle zwei Monate, kann also wohl kaum aktuell über Veranstaltungen und Ereignisse informieren kann, die jedoch zum Inhalt gehören. Sie wird kostenlos verteilt. 

Der Inhalt: im Wesentlichen was man in anderen Medien auch nachlesen kann:

  • Veranstaltungen:
    • in der Druckausgabe meist nur eine (!) pro Tag
    • im Internet: wesentlich mehr, aber dennoch weder vollständiger noch übersichtlicher als andere Medien (Tageszeitung, koeln.de, Veranstaltungskalender der Stadt Köln) und nicht einmal speziell für Senioren: auch Veranstaltungen für Kinder sind aufgelistet (für Sonntag, den 27. Januar, z. B. die Veranstaltung "Pütz und Pegel"), 
  • allgemeine Themen wie die neue Rundfunk- und Fernsehgebühren, Bürgerhaushalt usw.
  • Gesundheitsthemen
  • Reiseberichte
Was ist es, was dieses Magazin Besonderes abdeckt, was nicht durch andere Angebote bereits abgedeckt wäre? Was rechtfertigt es also, dass die Stadt Köln dafür eine eigene Redaktion unterhält? 

Inhalt

Seniorennetzwerke sind keine "Netzwerke" - und Seniorengenossenschaften könnten vieles bewirken

Seniorenzeitschrift "KölnerLeben": ein überflüssiges Angebot?


Mehr als Kinderspielplätze ...
Konzepte für eine Soziale Stadt sind gefragt

 

 

Typisch "kölsch"?

Ist das wieder mal typisch „kölsch“? Kölner Verwaltung macht wohl klingende Konzepte, die Umsetzung besteht in Maßnahmen, die man auch sonst so hätte machen können oder sogar schon macht, nichts Besonderes, Neues. Maßnahmen, für die es keine Wirkungsziele gibt: "man macht ja etwas" reichen als politische Rechtfertigung und Erfolgsausweis, deshalb werden die Wirkungen auch nicht überprüft: sonst wäre ja jemand in der Zeit seit Gründung dieser Seniorennetzwerke und der Einrichtung dieser Website auf die Idee gekommen mal zu schauen, was die Investitionen gebracht haben: wie viele Nutzer überhaupt vorhanden sind, was sie dazu sagen, welche Bedeutung diese "Netzwerke" für ihren Alltag als Senioren bekommen haben. Ist es so - oder ist das eine nicht zulässige Verallgemeinerung? Und man hätte vielleicht einen in dieser Hinsicht mit konkreten Daten gefüllten jährliche Bericht veröffentlicht.

Die Beobachtung, die diese Einschätzung stützt, durchzieht viele Politikbereiche in Köln: Probleme werden benannt, irgendwelche Handlungsmöglichkeiten, Maßnahmen, globale Ziele, die keine Prioritätsentscheidungen zulassen, werden formuliert, weil man sich darauf gut einigen kann. So auch das "Leitbild Köln 2020": Wir wollen alles. Es werden Maßnahmenbündel geschnürt, "Programme" oder auch "Netzwerk(e)" genannt, und irgend jemand macht irgend etwas, was auch Geld kostet, und mit dem Programm gerechtfertigt werden kann. Weder gibt es Wirkungsziele noch Kennzahlen, die erkennen lassen, was erreicht worden ist, noch eine Evaluation, die die Wirkungen überprüft (auch: die "Nebenwirkungen"). Völlig offen bleiben die Anforderungen an Verwaltung, Management, Qualitätssicherung, Finanzmittel und den gezielten Umgang damit: ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen den Aufwendungen und den Wirkungen, die man erzielt.

Wir brauchen eine Wirkungsorientierte Politik und Verwaltung, die sorgfältiger prüft, was als Ziel formuliert werden soll, als es die bisher in den Programmen üblichen Ziele sind: Ziele sollen angeben, was man erreichen will (Wirkungen / Ergebnisse), erst dann ist Raum für die Auflistung von Maßnahmen, die sich alle daran messen lassen müssen, ob sie zu den gewünschten Ergebnissen tatsächlich beitragen. Programmatisch muss man auch sagen, wie die Aktivitäten einzuordnen sind in das Umfeld, und was nicht Auftrag und damit Ziel sein soll. Es reicht nicht, Wünsche als Ziele oder Visionen zu formulieren: das hat keine Wirkungen für die politische und Verwaltungspraxis.

Was leisten die "SeniorenNetzwerke"?

Veranstaltungstipps

Zur Zeit bestehen sie vor allem aus der Website, und die ist nicht einmal besonders nützlich: die Veranstaltungstipps jeden Tag in einer der Kölner Zeitungen sind im Zweifel informativer und aktueller. Außerdem gibt es eine Reihe von anderen, seniorenspezifischen Informationsquellen zu Veranstaltungen, z. B. in "KölnerLeben", dem Stadtmagazin für Ältere (trotz des Titels: leben Jüngere nicht in Köln?). Interessant auch, dass das von der Verwaltung der Stadt herausgegebene "KölnerLeben" mit dem Link Seniorennetzwerke nicht etwa auf die hier diskutierten verweist, sondern auf die Seniorennetzwerk in Mülheim

Zur Klarstellung: All die andere, auch früher schon geleistete wichtige Seniorenarbeit ist mit dieser Kritik nicht gemeint: sie aufzuzählen schafft aber kein "Netzwerk".

Den Anspruch, aktuelle Informationen bereit zu stellen, kann die Website nicht erfüllen, dafür gibt es auch genügend andere Angebote, siehe oben. Meine Suche am 8.1.2013 ergab:  

  • Das Stichwort "Singen" im "Terminkalender" brachte 8 Ergebnisse, der älteste Eintrag stammt aber vom 13. Juni 2012 - da wäre man ein halbes Jahr zu spät gekommen, auch für den jüngsten vom 12.12.2012 wäre man nicht mehr rechtzeitig. 
  • Auf der Seite "Neustadt Süd" im Bereich "Stadtteile" wird zum "Interkulturellen Herbstfest 2010" eingeladen.

Und wie eine "Vernetzung" stattfinden soll, wenn keinerlei eigene Aktivitäten möglich sind ("Interaktivität" wäre der Fachbegriff), ist nicht verständlich. 

Wie es besser gehen könnte

Dass eine Website wesentlich mehr leisten, dass wesentlich mehr auch inhaltlich getan werden könnte, gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel und damit das Verhältnis der Generationen untereinander, zeigt das "Projektbüro "Dialog der Generationen". Allerdings fehlt auch hier das Stichwort "Genossenschaft": es gibt vieles an Aktivitäten, Akteuren, Gestaltungsmöglichkeiten, aber kaum eine Übersicht, die eine Übersicht leistet und nicht lediglich eine lange Liste von Einträgen ist. "Vernetzung" sollte aber nicht der Einstieg in Chaos sein: in eine unüberschaubare Vielfalt.

Was ist zu tun?

Den Nachweis, dass die Kosten sich lohnen, kann kaum geführt werden. Bei knappen Mitteln wäre eine klare Konsequenz zu ziehen: einsparen. 

Es sei denn, dieses Netzwerk wird tatsächlich zu einem Netzwerk umgebaut, es wird geöffnet und zu einer Plattform, 

  • in der soziale Aktivitäten dokumentiert, diskutiert, angeregt, kritisiert, weiterentwickelt werden, 
  • in der aktuelle Informationen bereitgestellt werden, die es sonst nirgendwo gibt - oder nicht so einfach und informativ, die hilfreich sind,
  • ein "Web 2.0"-Angebot, über das sich Senioren "vernetzen", statt bisheriger Einweg-Kommunikation.
  • Und nicht zu vergessen: das Internetangebot muss so gestaltet ist, das es Interesse weckt, einfach zu nutzen ist, zum Mitmachen einlädt, das man es gerne aufruft. Oder ist die Chance schon vertan und Entsprechendes wird demnächst über Facebook organisiert?

Bevor man sich daran macht, sollte aber erst einmal Bilanz gezogen werden: was gibt es eigentlich schon alles: in den Bezirken, in der Stadt, in der Region, im Bund (auf allen Ebenen anscheinend Angebote, die Angebote auflisten - das ist wohl immer förderungswürdig, findet also einen Finanzier). Und die Bewertung wäre vorzunehmen: was ist dringend notwendig - ablesbar woran? - aber noch nicht (ausreichend) vorhanden,  was wäre nur "nice to have". Für alle Aktivitäten wären zu prüfen, ob der Aufwand sich lohnt, und wären Erfolgskennzahlen auszuweisen, die zeigen, welche Wirkungen die Aktivitäten haben - und ob sich deshalb der Aufwand tatsächlich lohnt.  

Brauchen wir eine Seniorengenossenschaft?

Zurück zur Eingangsfrage: brauchen wir auch in Köln (1 Million Einwohner) eine Seniorengenossenschaft wie in Riedlingen (10.200 Einwohner)? Weil: "Was die einen heute haben und die anderen brauchen, kann morgen umgekehrt sein. Die Zeiten des Gebens und Nehmens nutzbringend zu organisieren ist der Grundgedanke der Seniorengenossenschaft", heißt es auf der Website der Riedlinger Seniorengenossenschaft. Ein Gedanke, der auch für Kölner Seniorinnen und Senioren, ebenso wie für Jüngere, attraktiv sein könnte. Man sollte es versuchen! Denn - so heißt es dort weiter:

"Mitgliedschaft bedeutet auch, die dritte Lebensphase aktiv, eigenverantwortlich mitzubestimmen und zu gestalten. Haben Sie Zeit und Energie, geben Sie aktive Hilfe, Sie gewinnen für sich selbst. 

Mitglied können und sollen alle werden. Wir legen ausdrücklich Wert auf die Mitgliedschaft auch jüngerer Menschen."

Quellen

Materialien

Aus der Selbstdarstellung der Kölner SeniorenNetzwerke 

Netzwerke ermöglichen...

- Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, sich zu engagieren

- neue Bekanntschaften und Freunde und Gleichgesinnte zu finden

- nachbarschaftliches Miteinander

- ein zeitlich befristetes Engagement 

- Teilhabe an unterschiedlichen Interessengruppen 

- Menschen anderer Nationalitäten kennenzulernen 

Wie diese verschiedenen Funktionen erfüllt werden sollen, ist nicht erkennbar: im Wesentlichen werden Ansprechpartner/Ansprechstellen aufgelistet. Das leistet aber nicht, was diese Darstellung aussagt. 

Burkhardt Krems, 2013-01-09
 
 

Mehr als Kinderspielplätze ... Konzepte für eine Soziale Stadt sind gefragt

Baustein zu einer wirkungsorientierten Kommunalpolitik in Köln, 
am Beispiel Spielplatz- und Freizeitangebote


2 m² Spielplatzfläche pro Einwohner ist das Ziel der Stadt Köln. "Einwohner"? Brauchen Opa und Oma auch einen Spielplatz? Was bringt ein Vergleich mit anderen Städten bei einer derartigen Kennzahl? Und wie wird der unterschiedliche Bedarf in den Stadtteilen berücksichtigt?

Jährlich stehen 920.000 Euro bereit für Ersatzbeschaffungen, Umgestaltungen und Neuanlagen von Spielplätzen, Kosten für Reinigung und Wartung der Spiel- und Bolzplätze nicht eingerechnet. So die Angaben im Kölner Stadt-Anzeiger vom 23. August 2012, Seite 44 (Online-Quelle).

Die Stadtverwaltung arbeitet also immerhin mit Kennzahlen. Aber bringt die Orientierung an diesen Kennzahlen etwas? Eine häufige und berechtigte Kritik an der öffentlichen Verwaltung ist, dass sie keine klar definierten Ziele hat. Aber wenn es die falschen Ziele sind, die nicht abbilden worum es eigentlich geht - eine familienfreundliche Stadt - ist die Wirkung zweifelhaft. Allerdings fließen noch weitere Daten in die "Rangliste" der Spielplätze ein, die das Bild differenzieren (Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 20.04.2012). 

Mit welchen Kennzahlen sollte man die Familienfreundlichkeit der Stadt Köln am Beispiel der Spielplätze beobachten? Unverzichtbar immer: die Meinung der "Kunden": der Benutzer und (!) derjenigen, die Spielplätze nicht nutzen, zum Beispiel weil sie zu weit, nicht attraktiv oder sogar gefährlich sind bzw. so eingeschätzt werden. Also eine "Kundenbefragung" bei denjenigen, die man auf dem Spielplatz findet, vermittelt vielleicht gerade nicht das richtige Bild darüber, was der Spielplatz nützt und ob und in welchem Maße die von der Stadt Köln aufgewendeten Mittel zur Familienfreundlichkeit beitragen.

Und im übrigen: eine Differenzierung der Daten ist wichtig. Denn vielleicht gibt es genug Spielplätze, es fehlen aber Bolzplätze. Und d. h. auch: die Jugendlichen, die keine Bolzplätze vorfinden, nutzen die Spielplätze mit negativen Konsequenzen für Substanz und die anderen Nutzer, für die sie eigentlich vorgesehen sind.

Nicht leisten können Kennzahlen Informationen über gute Konzepte: die müssen gesondert erfasst werden. Aber eine gute Berichterstattung über die Situation sollte immer auch darüber informieren, welche Qualität die konzeptionelle Arbeit hat, und woran das zu erkennen ist, ob man zum Beispiel Angebote im Internet und die Kooperation mit Experten und anderen Städten nutzt. Gute Arbeit auf diesem Gebiet lohnt sich im Zweifel: in der Attraktivität der Stadt, damit auch im Steueraufkommen, in der Vermeidung von sozialen Kosten, usw. 

Zukunftsperspektive: Demografische Entwicklung 

Und gibt es da nicht eine demographische Entwicklung? Wie also ist es um das Angebot für Senioren bestellt? 

"Soziale Stadt", in der man sich wohl fühlt und die bedarfsgerechte Angebote für alle Altersgruppen macht, benötigt weitere Daten und eine Gesamtschau. Vielleicht wäre sogar die Kombination von Spielplätzen und Aktivitäten für Senioren ein Zugewinn: während Opa Boul spielt, spielt Enkel/in im Sandkasten? In Sichtweite von Opa? Ansätze hierzu wären wünschenswert, sind derzeit aber nicht erkennbar. 

Solche Konzepte fallen nicht vom Himmel. Natürlich dürfen wir keinen Informationsüberfluss produzieren, aufwändige Datensammlungen, die dann doch nicht genutzt werden, schlimmstenfalls zu falschen Entscheidungen führen. Hier stellt sich die Aufgabe, die Situation unter Einschluss aller aktuellen Erkenntnisse, also auch über die demographische Entwicklung, zu analysieren, Zielvorstellungen zu entwickeln für eine integrierte Politik einer sozialen Stadt am Beispiel Spiel- und Freizeitangebote, für diese Zielvorstellungen geeignete Indikatoren zu entwickeln und die Situation kontinuierlich damit zu beobachten (Monitoring), unter Beachtung der Anforderungen an derartige Indikatorensysteme: Sie müssen das Richtige messen, den Nutzen für die Betroffenen (hier: die Familien), also gerade nicht die Spielplatzfläche pro Einwohner, sie müssen verständlich aufbereitet werden, dürfen nicht zu viel kosten, vor allem aber dürfen sie keine Fehlanreize für die Verwaltung erzeugen und deshalb auch nicht einfach manipulierbar sein. 

Eine schöne Aufgabe für unsere verwaltungswissenschaftlichen Experten, die sich bisher eher in theoretischen Diskussionen verlieren. 

Burkhardt Krems2013-09-26 

Materialien 

Zur Spielplatzsituation in Köln, auch zu konzeptionellen Fragen und den vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten auf diesem Gebiet siehe den Überblick im Kölner Stadt-Anzeiger vom 23. August 2012, Seite 44-45. Dort auch Hinweise auf verschiedene Initiativen und Web-Angebote.

 

 

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