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Wirkungsorientierung in Zeiten knapper Kassen? Es hilft beim Sparen und verbessert Leistungen und Ergebnisse!

Zum Thema "Haushaltskonsolidierung" enthält die Zeitschrift "Der Neue Kämmerer" in ihrer Dezember-Ausgabe mehrere Beiträge, die zeigen, was möglich ist, unter anderem:

  • "Wirkungsorientiert konsolidieren" hat sich die Stadt Wermelskirchen vorgenommen. Denn es kommt darauf an, was die Leistungen der Verwaltung tatsächlich bringen. Das wird in den bisherigen Strukturen nicht abgebildet, also hat auch die Politik gar keine echten Steuerungsinformationen. Nicht einmal die tatsächlichen Kosten werden im traditionellen Haushalt zutreffend abgebildet: der Wertverlust durch unterlassene Reparaturen, Wartung, Pflege wird nicht ausgewiesen, ebenso wenig wie künftige Belastungen (Folgekosten). So kann es denn passieren, dass ein Opernhaus, einst Vorzeigeobjekt und inzwischen denkmalgeschützt, reif für den Abriss ist: so geschehen in Köln (mehr dazu).  
  • Einen wichtigen Beitrag kann bürgerschaftliches Engagement leisten: es spart "Kosten" bei besserer Leistung und mehr Identifikation der Bürger mit ihrem Gemeinwesen, ihrer Nachbarschaft: "Haushaltskonsolidierung durch Koproduktion".
Die Zeitschrift kann über den Verlag kostenlos abonniert werden, die beiden Beiträge werden demnächst hier dokumentiert.

Ein großes Manko derzeit: es fehlen die wirklich überzeugenden Praxisbeispiele: welche Wirkungsziele formulieren nachhaltige politische Anliegen und ergeben realistische Steuerungsimpulse? Was ist damit wirklich erreicht worden? Dass vieles möglich ist, zeigen die Beispiele Bildung (siehe Erfolgsgeschichte Bildungsbenchmarking), Gesundheit (mit Einschränkungen: die Qualität des deutschen Gesundheitswesens ist gut, "evidenzbasierte" Entscheidungen und Qualitätsmanagement sind weit verbreitet, aber es ist z. T. weiterhin ineffizient und auch deshalb zu teuer). Impulse kommen zu oft von außen: Zielvorgaben der EU, Bewertungen durch die OECD. - Burkhardt Krems, 2011-07-01

Wie Kennzahlen in die Irre führen können: Beispiel Bildungsausgaben

Natürlich wollen wir in der Bildung gut sein, sie ist ja Voraussetzung für individuelles und gesellschaftliches Wohlergehen. Deshalb trifft es uns wenn uns die OECD bescheinigt, wir würden dafür zu wenig Geld ausgeben. ... Die Rezession könnte helfen, denn dann sinkt das BIP - und steigt deshalb der Anteil der Bildungsausgaben am BIP, nach dieser Kennzahl der OECD stehen wir dann besser da, aber sind wir auch wirklich besser? Mehr ...  


Das Geheimnis von Steve Jobs: Wünsche erfüllen, von denen die Kunden gar nicht wussten, dass sie sie haben, ist kein Geheimnis, sondern wird nur nicht praktiziert. Was in Würdigung von Steve Jobs heute als das Markenzeichen von Apple gepriesen wird, hat bereits seit 1978 eine wissenschaftliche Grundlage im Kano-Modell der Kundenzufriedenheit: Erfolgreiche Produkte müssen "Begeisterungsmerkmale" erfüllen. Auch die öffentliche Verwaltung kann davon lernen. Mehr ...


Stellen Sie möglichst viele Beihilfeanträge: wir möchten hohe Fallzahlen haben. Das teilt die Bundesfinanzdirektion West den von ihr betreuten Beihilfempfängern erneut im August 2011 in einem Merkblatt mit. Unwirtschaftlichkeit als Ziel? Die Folge von Benchmarking - mit dem man doch mehr Wirtschaftlichkeit erreichen will? Mehr ...


Die Stadt Köln prüft den Bau eines Schlauchturms für die Feuerwehr und rechnet dabei grundlegend falsch ...  


"Bühnenquartier": Jetzt kommt es auf die richtige Umsetzung an ...


"Appell an die Vernunft" ist unvernünftig?

"Das Elend der Allmende" ist ein Denkfehler: Gemeingüter können erfolgreich gemeinsam genutzt werden - der Nachweis brachte 2009 den Wirtschafts-Nobelpreis für Elinor Ostrom


Whistleblowing:

G20-Gipfel in Seoul bewegt etwas zum Schutz von Hinweisgebern?


Evaluation an Fachhochschulen für den öffentlichen Dienst:

Inhalt

Wirtschaftlichkeit: Fallbeispiele
(aus vermeidbaren Fehlern lernen)

Erfolgsgeschichte Bildungsbenchmarking

Bühnenquartier Köln

Gekaufter Mastergrad eröffnet Zugang zum höheren Dienst?
Evaluation: Quellen und Materialien
Blog (Tagebuch und Vermischtes)
Über dieses Wiki / Benutzungsregeln


Ausbildung für die öffentliche Verwaltung:
strategisch handeln, Fehlentwicklungen vermeiden

Thesen zur Jahrestagung der Deutschen Sektion des Internationalen Instituts für Verwaltungswissenschaften, 26./27. November 2009 in Gelsenkirchen: Wir übernehmen Lösungen, die bei uns andere - dysfunktionale - Folgen haben als in den angelsächsischen Ländern, und übersehen die neuen Anreizstrukturen, die unvermeidlich wirken werden - schlimmstenfalls mit gekauften Zugangsberechtigungen zum öffentlichen Dienst. Mehr ...


Wie schaffen die Schweizer das bloß?

Im Bund reformiert man die Regierungsspitze, in den Städten macht man nach 15 (!) Jahren Erfahrungen mit NPM das Konzept jetzt endgültig. Wie schaffen die Schweizer das bloß? Und wir krebsen oft noch mit den Ansätzen von Teil-Reformen herum, die manchmal mehr "verbrannte Erde" hinterlassen als Fortschritte!

Siehe die Beiträge im IDT Newsletter 2009/10 des Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus der Universität St. Gallen (Prof. Schedler/Biegler). Burkhardt Krems, 2009-10-06


Aktuelle Beiträge


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Burkhardt Krems, 2011-07-01



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